Berentzen-Gruppe AG: Hohe Restrukturierungskosten belasten das Ergebnis 2008 (26.03.2009)

Verringerter operativer Fehlbetrag.

Geschäftsvolumen in 2008 trotz eines verschlechterten Konsumklimas in beiden Geschäftsfeldern erhöht.

Breit angelegte Werbekampagnen für die Hauptmarken Berentzen und Puschkin haben in der erste Jahreshälfte 2008 zu einer Stabilisierung der Spirituosenabsätze im Berichtszeitraum beigetragen. Der operative Verlust konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert werden. Die zweite Jahreshälfte 2008 stand im Zeichen der Umsetzung notwendiger Restrukturierungsmaßnahmen innerhalb der Berentzen-Gruppe, um auch durch grundlegend
verbesserte Strukturen im Unternehmen die Ertragskraft zu erhöhen.

Die Berentzen-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2008 bei abflauendem Konsumklima und intensivem Preiswettbewerb im Geschäftsfeld Spirituosen einen um 3 Prozent gestiegenen Absatz von 107,1 (104,2) Millionen 0,7 l Flaschen. Der Anteil des Auslandsgeschäftes hieran betrug 19,7 (18,1) Prozent.

Im alkoholfreien Bereich lag der Absatz der Tochtergesellschaft Vivaris mit 1,6 (1,5) Millionen hl rund 4 Prozent über Vorjahresniveau.

Insgesamt stieg der Konzernumsatz ohne Branntweinsteuer um 7 Prozent
auf 199,1 (185,8) Millionen Euro.

Trotz der erfreulichen Stabilisierung des Geschäftsvolumens und eines um 6,0 Millionen Euro deutlich verbesserten Rohertrages wurde das Jahr 2008 erwartungsgemäß mit einem operativen Ergebnis von - 5,2 (- 9,0) Millionen Euro und einem Konzernfehlbetrag von - 22,5 (- 11,4) Millionen Euro abgeschlossen.

Wesentliche Ursache hierfür waren zum einen höhere Aufwendungen für Marketing und Werbung in Höhe von 36,8 (33,2) Millionen Euro. Der Großteil dieser Ausgaben entfiel dabei auf Media-Investitionen zur Stärkung der Markenbekanntheit von Berentzen und Puschkin.

Zum anderen belasteten außerordentliche Aufwendungen von rund 14 Millionen Euro das Konzernergebnis. Diese stehen im Zusammenhang mit der Umsetzung des Restrukturierungsprogramms und mit diesbezüglichen Sondermaßnahmen und -effekten. Bis Ende 2008 wurden umfangreiche Änderungen in Verwaltung, Vertrieb und Produktion umgesetzt, um durch deutliche Kostenentlastungen und Effizienzsteigerungen die Ertragskraft des Unternehmens zu steigern.

Der Materialaufwand entwickelte sich im Verhältnis zur Gesamtleistung unterproportional,
d. h. er stieg von 103,7 Millionen Euro im Jahr 2007 auf lediglich 105,2 Millionen Euro im Jahr 2008. Damit verminderte sich die Materialaufwandsquote um 1,3 Prozentpunkte auf 55,0 Prozent der Gesamtleistung. Deutliche Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen und Energien
konnten durch den Absatz ertragreicherer Produkte bzw. durch einen verbesserten
Produktmix ausgeglichen werden.

Der Personalaufwand lag mit 28,3 (29,1) Millionen Euro erneut unter Vorjahresniveau.

Die Abschreibungen erreichten 9,2 (10,6) Millionen Euro.

Die Konzernbilanzsumme belief sich auf 171,4 (190,6) Millionen Euro. Das Eigenkapital betrug 47,7 (70,2) Millionen Euro und entsprach 27,9 (36,8) Prozent der Bilanzsumme.

Für 2009 hält das Unternehmen weiterhin ein Ergebnis im Bereich der operativen Gewinnschwelle für möglich, wenngleich eine Prognose angesichts der schlechten weltwirtschaftlichen Rahmendaten kaum möglich erscheint.

„Einspareffekte aus der erfolgten Restrukturierung werden bereits in 2009 die Ertragslage des Unternehmens stärken“, so der Vorstandsvorsitzende Stefan Blaschak. „Durch die erfolgte Sortimentsoptimierung, eine zielgenauere und attraktivere werbliche Ansprache des einzelnen Konsumenten im Spirituosenmarkengeschäft, die angestrebte Kostenführerschaft im Handelsund
Zweitmarkengeschäft, die Erschließung neuer internationaler Märkte und durch die Effizienzorientierung und verstärkte Marktdurchdringung im Geschäft mit alkoholfreien Getränken richten wir das Unternehmen an den Erfordernissen des Marktes aus und tragen zur wirtschaftlichen Gesundung der Berentzen-Gruppe bei.“

Quelle: Pressemitteilung Berentzen-Gruppe AG

Team Szene-Drinks.com

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