Erfrischungsgetränke bleiben beliebt (25.02.2010)

Der Pro-Kopf-Verbrauch vonErfrischungsgetränken lag mit 117 Litern im Jahr 2009 aufgleich hohem Niveau wie im Vorjahr. Damit bestätigen dieKunden der Branche trotz des schwierigen Wirtschaftsumfeldsdie Attraktivität der vielfältigen und abwechslungsreichenProdukte. Den Trinkgenuss scheinen die Konsumentenalso auf der Grundlage der ersten Schätzungen zumJahreskonsum nicht eingeschränkt zu haben. Damit zeigtsich der Absatz der Branche zugleich erfreulich krisenresistent.
Insgesamt erreichte der Pro-Kopf-Verbrauch an AlkoholfreienGetränken in Deutschland im abgelaufenen Jahr 291,4Liter (2008: 292,4 Liter).

Durchschnittlich wurden in 2009
–neben den Erfrischungsgetränken –
37,0 Liter FruchtsäfteundNektare (2008: 37,4 Liter) und
137,4 Liter Wasser(2008: 138,1 Liter) getrunken.

Die Vielfalt und Breite des Angebots und immer neue Trendsbleiben natürlich nicht ohne Auswirkungen auf den anteiligenKonsum in Teilsegmenten. Besonders Limonaden konnten2009 ihren Marktanteil noch einmal ausbauen.
Hier liegt derPro-Kopf-Verbrauch jetzt bei über 90 Litern (2008: 83,9 Liter).
Auch kalorienreduzierte Limonaden werden immer beliebter(in 2009 durchschnittlich 13,1 Liter gegenüber 9,2Liter in 2008).

Wafg-Präsident Dr. Klaus Peter Stadler sieht vor allem dieInnovationskraft der Branche als Grundlage für diesen Erfolg:„Die weiterhin wachsende Nachfrage der Kunden nachErfrischungsgetränken belegt, dass die Vielfalt und Auswahlin der Produktkategorie bei den Verbrauchern gut ankommt.Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung gibt es für jedenGeschmack und jede Gelegenheit eine erfrischendeAlternative – von energiespendenden bis zu kalorienarmenGetränken.“

Allerdings trübt der Blick auf die Umsätze die Freude derBranche. Für 2009 weist das Statistische Bundesamt einendurchschnittlichen Rückgang der Verbraucherpreise bei Mineralwässern,Säften und Erfrischungsgetränken von 1,3 %aus. Wesentliche Erklärung ist hierfür der erneut starkePreisverfall beim Absatz über den Einzelhandel.So erfreulich günstige Preise auf den ersten Blick für denVerbraucher erscheinen, so kritisch ist ein weiteres Absinkender Verbraucherpreise gerade für kleine und mittlere
Unternehmen.Stadler hofft hier auf eine Trendwende: „Die inDeutschland bei Verbrauchern und Akteuren in der Lebensmittelkettevorhandene Wertschätzung qualitativ hochwertigerErfrischungsgetränke sollte sich auch in angemessenenund fairen Preisen spiegeln. Eine systematische Wertevernichtungzu Lasten der Hersteller kann jedenfalls keineZukunft haben. Sie schadet langfristig auch den Konsumenten.Denn die Vielfalt der Produkte und der Branche brauchteine tragfähige wirtschaftliche Grundlage.“Entschieden zurück weist Stadler jüngste Forderungen nacheiner zusätzlichen Abgabe für Einweg-Getränkeverpackungen:„Gerade in der aktuellen Wirtschaftslagebrauchen wir keine neuen staatlichen Lenkungseingriffe.
Die Belastungen der Branche durch das gesetzliche Einwegpfandsind heute schon erheblich. Der Kunde entscheidet bei seinem Einkauf im Handel, ob er Mehrweg oder Einwegwählt – die Hersteller bieten ihm beide Alternativen. Dabeisind Einweg-Gebinde über das DPG-Pfandlogo eindeutig fürden Verbraucher erkennbar“.  
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